Teil 4: Ergebnisse: Kein Platz für Poesie

ErgebnisseSucht man nach Attributen für den Ergebnisteil, so fallen einem gleich ein paar Widersprüche auf: staubtrocken, sachlich, langweilig, zentral, wahnsinnig wichtig, nüchtern, hochinteressant… Platz für Poesie ist hier jedenfalls auf gar keinen Fall!

Vorab zu überlegen…

Der Ergebnisteil ist der Teil, in dem Du Deine Ergebnisse vorstellst – also das zentrale „Outcome“ Deiner Untersuchung. Alles andere ist eigentlich Vorgeplänkel, und deswegen stimmen sowohl „wahnsinnig wichtig“ wie auch „zentral“ und „hochinteressant“. Weiterlesen

Überarbeiten – Vom Aufräumen zum Dekorieren

Fangen Sie an staubzusaugen, bevor Sie den Boden frei geräumt haben? Wahrscheinlich nicht, das wäre ja auch ziemlich unpraktisch. Sie kämen nicht recht voran mit dem Staubsaugen. Denn nicht nur beim Wohnungsputz, sondern in vielen Bereichen lautet die Grundregel:

„Erst das Grobe, dann das Feine“.

Sobald es um die eigene wissenschaftliche Arbeit geht, scheint diese Grundregel außer Kraft gesetzt zu sein. Weiterlesen

Diskussion um den p-Wert

An diesem Punkt ein Wort zum p-Wert und der sogenannten inferentiellen Statistik. In den vergangenen Monaten kam eine Diskussion auf, ob der p-Wert „gut genug“ sei, das heißt, ob er nicht zu leicht als Schwellenwert für eine statistische Signifikanz, also für eine „gewünschte Richtigkeit“ der Ergebnisse missbraucht werden könne. Im März 2015 verkündete das Journal Basic and Applied Social Psychology, dass es bei der Veröffentlichung von Fachaufsätzen auf die Angabe von p-Werten verzichten wolle (Trafimow & Marks, 2015). Weiterlesen

Geistes- und Sozialwissenschaften – anders und auch wieder nicht

Literaturarbeiten gibt es in allen Disziplinen, doch sind sie in den Naturwissenschaften eher wenig verbreitet. Man trifft sie aber in allen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften an, auch in den Rechtswissenschaften und der Psychologie. Ziel ist es meistens, eine Fragestellung anhand der Analyse der vorliegenden Studienlage ausführlich zu beleuchten/zu beantworten. Literaturarbeiten sind meist deutlich umfangreicher als experimentelle Arbeiten; auch sie benötigen eine Darstellung der Methodik, falls sie z.B. mit speziellen Datenbanken gearbeitet haben oder sich bei der Recherche auf bestimmte Archive überregionaler Zeitungen stützen. Weiterlesen